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BALOU

6. Dezember 2009

Neuigkeiten von Balou. Seine neue Familie hat uns mit wundervollen Bildern und Berichten erfreut. Wir freuen uns, dass Balou sein Zuhause gefunden hat.

Hallo Familie Pschandl,
als Anlage finden Sie einige Bilder auf denen Sie erkennen können, dass unsere Familie mit Balou jetzt komplett ist.
Wir sind mit ihm sehr glücklich und unsere anderen Tiere haben sich rasch an ihn gewöhnt.
Dass er sich bei uns auch wohl fühlt, kann man hoffentlich auch erkennen.
Bei Gelegenheit schicken wir weitere Bilder vom "Happy End" eines "Not-Neufi's"
Schaut so ein Notneufi aus? Wir glauben nicht! Wir und Balou haben "Alle Neune" erwischt.

Gabriele und Michi und Balou 

 

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"Entschuldigung, sind Sie der Herr Neufundländer in Not?"

Auf diese skurrile Weise sprach eine Dame meinen im Wagen sitzenden Mann Andreas an. Lächelnd antwortete er: "Eigentlich schon, doch die tatsächliche Ansprechperson ist meine Gattin!" Als ich wenig später hinzu kam, wurde ich bereits sehnsüchtig erwartet. Die Dame berichtete von einem zurück gelassenen Neufundländerrüden. Sie gab mir eine Telefonnummer und bat mich mit den Leuten in Verbindung zu setzen, die diesen Rüden vorübergehend aufgenommen hatten. Kurz danach besuchten wir "Balou"; ein reinrassiger, schwarzer, extrem übergewichtiger Rüde. Die ursprüngliche Besitzerin entschloss sich zu Abgabe, weil ihr neuer Lebensgefährte nicht mit "Balou" leben wollte. Jene Familie, die ihn aufgenommen hatte, war jedoch auch nicht sonderlich glücklich mit ihm. Haare und Schmutz mussten bekämpft werden; die Leidenschaft zum Wandern wurde durch "Balou" eingeschränkt. Es stand fest, dass "Balou" nicht bleiben kann. 
Schweren Herzens fuhren wir nach Hause. Wie sollten wir einen sehr übergewichtigen Rüden vermitteln, der obendrein massive Schwierigkeiten hatte sich zu erheben und dessen Wirbelsäule durchhing? Die Vermutung einer HD, bzw. ED lag nahe. Kastrationsbedingt hatte sich seine Unterwolle zu einem undurchdringlichen Dschungel entwickelt. Wir beschlossen "Balou" von unserem Tierarzt untersuchen zu lassen und ihn auf unsere website zu stellen. Es bedurfte eines echten Neufundländer - Liebhabers, der sich "Balou" annehmen wollte. Bald bekamen wir einige Anfragen, aber keine davon war vielversprechend.


Einige Zeit später wurde ich von einer spanischen Tierschutzorganisation gebeten eine Vorkontrolle bei einer Frau durch zu führen, die sich für einen Schäferhund-Mix interessierte. Ihrem Bewerbungsmail entnahm ich, dass sie eine Neufundländerhündin namens "Shelby" besaß. Diese, durch eine Schilddrüsenerkrankung, ebenfalls übergewichtig, sollte Gesellschaft bekommen, die sie zu mehr Bewegung ambitionierte. Das erste Telefonat mit Iris brachte an Tageslicht, dass wir uns bereits flüchtig kannten. Aufgrund der gemeinsamen Liebe zum Neufundländer erzählte ich ihr von "Balu". Ich denke, dass ihre Entscheidung bereits während des Gespräches gefallen war. Nach Absprache mit ihrem Lebensgefährten, besuchte Iris unser Sorgenkind "Balou" und nahm ihn sofort mit nach Hause. Happy End für "Balou"! In den nächsten sechs Monaten verlor "Balou" an die 20 kg, wurde gepflegt und gehegt. Er konnte sich wieder bewegen und die Gelenksschmerzen verschwanden. Seine Muskulatur wurde durch Schwimmtraining aufgebaut. "Shelby" und er bilden ein traumhaftes Team. Er liebt das Leben auf dem Bauernhof und verteidigt Küken vehement gegen andere Hunde.
"Meru", so sein neuer Name, wird als Therapiehund ausgebildet und macht sehr gute Fortschritte. Er ist der ganze Stolz seines Frauchens, die noch heute dafür dankbar ist, dass wir ihr damals von unserem "Dicken" erzählt hatten.