BALTHAZAR
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Mai 2008 3 jähriger, schwarzer Scheidungsweise, unternährt mit ungarischen Papieren. Als wir Balthazar zu uns holten, war er sehr unruhig und nervös. Er fand keine Ruhe, drehte sich selbst auf, indem er pausenlos auf und ab lief. Erst wenn es ganz ruhig war, kam er zu mir und legte sich hin. Er kuschelte sehr viel und suchte die Nähe von Menschen. Unseren Rüden ignorierte er, den Hündinnen war er hinten nach (obwohl keine läufig war). Unsere zehn Jahre alte, kastrierte "big old mom" Evita, wollte er sofort besteigen bzw. ließ sich einiges von ihr gefallen, bis wir ihn umstimmen konnten. Ich war der Meinung, dass Balthy nicht zu kleineren Kindern kommen sollte, da er einfach keine Ruhe fand. Er brauchte eine ausgeglichene Familie, wo alles leise und entspannt abläuft. Dass er zu einem Rüden kommt, hielt ich für keine gute Idee, da dies wieder Stress für ihn gewesen wäre. Eine sichere und souveräne, ältere Hündin wäre optimaler gewesen. |
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Wir versuchten mit dem ungarischen Züchter in Verbindung zu treten, um ihn über das Schicksal seines gezüchteten Hundes zu informieren. Da es in Ungarn keinen Neufundländerclub gibt, gestaltete sich dieses Unterfangen als schwierig. Ein anderer, ungarischer Züchter, den wir um Hilfe baten, wusste nichts über Balthazar's Zwinger und hielt für möglich, dass es sich um keinen seriösen Züchter handeln könnte. Nach einiger Zeit kam Balthazar endlich zur Ruhe! Er schlief tagsüber mehrere Stunden durch und auch nachts. Er wirkte entspannter, seine Atmung wurde regelmäßiger und er benahm sich auch wieder neufitypisch. Er zeigte eine leichte Unsicherheit, wenn man zu schnell auf sein Halsband griff. Ich wusste nicht warum, aber irgend etwas dürfte da vorgefallen sein. Er setzte sich dann sofort hin und bewegte sich keinen Schritt mehr. Lockte man ihn im Freilauf, gab es kein Problem. |
| Er liebte Männer genauso wie Frauen. Es war daher anzunehmen, dass er keine all zu großen negativen Erfahrungen gemacht hatte. Katzen interessierten ihn nur dann, wenn er nicht zu ihnen konnte. Bestand die Möglichkeit zum Begrüßen, wurden sie freundlichst beschnuppert und abgeleckt (was die Katzen nicht gerade entzückte).Bürsten ließ er sich ganz gerne und hatte das auch dringend nötig. Er genoss jede Berührung. Er wurde ganz in unserer Nähe vergeben. Nach 2 Tagen "probewohnen" bei seinen neuen Leuten, schaute er mich nicht mehr an und schlief tief und fest, als ich das Haus verließ. Es tat ein kleines bisschen weh, da ich mich nicht richtig von ihm verabschieden konnte. Gefreut hatte es mich trotzdem sehr, denn wenn er sich nicht so wohl gefühlt hätte, wäre ich ihm nicht so gleichgültig gewesen. Zukünftige Besuche waren seitens der neuen Familie erwünscht und ich hatte auch vor, ihn oft zu besuchen. Balthazar wurde kastriert. Es ging ihm sehr gut und er hatte sich bereits vollständig in das Familienleben eingegliedert. | ![]() |
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Er schlief neben Herrchens Bett im Schlafzimmer und benahm sich wie ein Kasperl. Manchmal glaubte man, er wäre noch keine zwei Jahre alt. Leider musste angenommen werden, dass er ein Herzproblem hatte. Eine gründliche Untersuchung stand an. Das Ergebnis war niederschmetternd. Extreme Aortaverengung und eine Vergrößerung des Herzens um das 3-fache. Das Herz war nur noch 28% leistungsfähig. Er wurde medikamentös eingestellt, aber die Hoffnung auf ein langes Leben wurde als gering eingeschätzt. Dennoch versuchten alle positiv zu denken. In der darauffolgenden Nacht (einen Tag nach der kardiologischen Untersuchung) verstarb Balthazar in seinem neuen Garten. Endlich zuhause angekommen, verließ er seine neue Familie. Es war für alle ein Schock und ein großer Schmerz. Unvergessen … Balthazar |
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