RSS
 

Jänner

01.01. ( 00.45)
Stanley hat den Jahreswechsel so gut wie verschlafen. Ging ganz ohne Medikamente. Kurz vor Mitternacht wollte er nochmals raus!!! Wahrscheinlich um zu sehen, wer hier so einen Krawall macht. Durfte er natürlich nicht. Somit ging er ganz entspannt bei etwas lauterer Musik ( Donauwalzer) schlafen.

02.01
Stanley bekam heut den Alltag einer Tierschutzorganisation zu spüren. Finnlay hat uns verlassen und so ganz egal war es ihm nicht. Er ging ein paar Mal zur Türe und hoffte, dass sein Spielkumpel wieder kommt. Ein Rinderohr hat ihm dann den Schmerz genommen und alles war wieder gut. Heut ist mir aufgefallen, dass er verhältnismäßig häufig Schluckauf hat. Bin bereits mit unserer Tierärztin in Kontakt. Mal sehen, vorerst werden wir abermals entwurmen und wenns gar nicht klappt, werden wir die nächste Ursachenforschung beginnen. Heute Abend gab es ein leckeres Mahl - Kaninchenfleisch! Stanley war begeistert. Ich denke, wenn es so weiter geht, dann wird Stanley doch noch viele Tage mit uns verbringen.

3-5.01.
Stanley geht es tagtäglich besser. Ja, er blüht auf. Teilweise nicht zu unserem Vorteil, denn zur Zeit hat er ein Handy, eine Brille, Schuhe, die Weihnachtsbeleuchtung uva Kleinigkeiten zerbissen. Spielzeug gäbe es in Unmengen hier, ebenso auch menschliche und tierische Spielkameraden wären vorhanden. Uns kommt es vor, als holt er seine Welpenzeit nach. Es ist für ihn auch unerheblich, ob wir neben ihm stehen oder nicht. Stanley macht im Moment, was er will! Nicht einmal ein strengerer Tonfall beeindruckt ihn. Fast könnte man meinen, ein rotzfrecher Lausbub treibt hier sein Unwesen. Der Tagesablauf sieht so aus, dass entweder gefressen, gespielt oder geschlafen wird. Zwischendurch wird etwas zerstört. Ich werde die Aktivitäten mit ihm nun steigern, da ich glaube, dass er unterfordert ist und daher seine kreative Ader zum Vorschein kommt. Mal sehen, wie es ihm bekommt.

6-8.01.
Stanley dürfte sich unsere mahnenden Worte zu Herzen genommen haben, denn wie durch ein Wunder benimmt er sich wieder. Keine Zerstörungen in den letzten Tagen! Am 07.01. war unsere Vereinstierärztin, Mag. Maria Rosenberg, zu Besuch. Sie war von Stanleys Aussehen und Verhalten sehr begeistert. Da er ja ständig an unserer Seite ist, fällt uns eine Veränderung doch nicht so schnell auf, ihr aber sehr wohl. Mag. Rosenberg ist sofort aufgefallen, dass er auf jeden Fall zugenommen hat, sein Fell glänzt und sein Kopf ist viel größer geworden. Ebenso hat er sich im Wesen stark verändert. Aus einem schwer kranken Nothund ist ein lustiger, freundlicher und aufgeweckter Jungrüde geworden. Würde man nicht wissen, dass er diesen Herzfehler hat, könnte man es momentan bei ihm nicht glauben.

Morgen werde ich Dr. Modler in Sattledt anrufen und mir einen Termin mit ihm ausmachen.

 

10.-18.01.2012
Stanley geht es unverändert gut - zu gut könnte man meinen! Er spielt fröhlich und ausgelassen mit den anderen Hunden. Wir haben ihn für den weiten Weg nach Sattledt entsprechend vorberetet. Autofahren kannt er nicht so sehr, also sind wir in dieser Woche sehr viel mit ihm unterwegs gewesen. Allein ( ohne unserer Hunde) hat er sich in fremder Umgebung nicht so sehr wohlgefühlt, auch das haben wir geübt. Am Sonntag fuhr er mit zum Trainingsplatz um auch mal mit fremden Hunden zu spielen. All das hat ihm irrsinnig Spaß gemacht.

Dienstag: um 07.30 Uhr begann unsere Fahrt nach Oberösterreich. Sicherheitshalber wurden wir uns unserer Vereinstierärztin Mag. Maria Rosenberg begleitet, da nicht ausgeschlossen war, dass sich Stanley bei dieser weiten Fahrt zu sehr aufregen und es zu Problemen kommen könnte. Nichts war der Fall, Stanley hat brav geschlafen. Auch die Untersuchung, die 1,5 Stunden gedauert hat, ließ er geduldig über sich ergehen. Die Heimfahrt verlief ebenso unproblematisch.

Zum Untersuchungsergebnis: Die Aortenstenose ist zu extrem und es besteht keine Chance auf Besserung nach  einer Operation. Würde man eine OP versuchen, indem man die Aorta mit einem Blasebalg ausdehnt, wäre der Erfolg von max. 2-3 Wochen gegeben. Danach wäre sie wieder zu. Die Pulmonalstenose wurde nicht bestätigt. Wir haben beschlossen die Medikamente etwas umzustellen. Sonst kann man Stanley leider nicht mehr helfen. Allerdings so, wie es sich momentan benimmt kann er durchaus noch einige Zeit gut und glücklich leben. Erfahrungsgemäß können Hunde mit dieser Krankheit ca. 2-3 Jahre alt werden, einige wenige wurden auch älter.

Stanley hat, seit dem er bei uns ist, bereits 7kg zugenommen und wiegt mittlerweile 35kg!!!

 

30.01.
Momentan gibt es nicht viel zu berichten. Stanley ist lieb und lustig, wie immer. Ein richtiger Schelm - er genießt sein Leben und macht allerhand Dummheiten. Kein Mistkübel ist vor ihm sicher. Aber es hat auch seine positiven Seiten, er erzieht uns Ordnung zu halten. Die Medikamente verträgt er sehr gut. Eines liebt er, und ich werde es ihm wahrscheinlich niemals abgewöhnen können: Abends, beim Schlafengehen, muss er im Bett auf mir liegen und gekuschelt werden. Anders geht es nicht. Für mich ist es OK, denn er soll es gut haben und wenn er diese extra Portion Liebe benötigt, dann soll er sie bekommen.