Patrasch
Patrasch, ein reinrassiger Landseer Rüde wurde im Alter von fünf Monaten abgegeben, da bei ihm der Verdacht auf idiopathische Epilepsie bestand. Der junge Hundebub passte einfach nicht mehr in das Leben seiner Familie. Innerhalb weniger Stunden musste er von seinem Platz weg. Wir nahmen ihn bei uns auf und trauten anfangs unseren Augen nicht. Für seine funf Monate war er enorm groß und unterbemuskelt. Spielen mit anderen Hunden kannte er gar nicht.
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Wir suchten einige Tierärzte auf um eine weitere Diagnose einzuholen. Alle Veterinäre waren sich einig, dass dieser Hund nicht an Epilepsie leidet, sondern an einer Disharmonie von Calcium und Magnesium, welche die Krämpfe auslöst. Wir stellten sofort die Gabe von Trockenfutter auf BARF ( biologisch artgerechtes rohes Futter) um. Langsam reduzierten wir die mitgegebenen Medikamente und trainierten seine Muskeln. Nach wenigen Wochen war er befreit von seiner Medizin, welche ihn zusätzlich schlapp und müde machte, und Patrasch taute täglich mehr auf. Plötzlich begann er zu spielen und zu toben. Er wurde ein lustiger, aufgeweckter und frecher Zeitgenosse.
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Als nach 8 Wochen ohne Medikamente kein Anfall war, konnte Patrasch in seine neue Familie übersiedeln. Das Interesse für ihn war trotz seiner Krankheit enorm. Es gab viele Bewerbungen aus Deutschland, Belgien und der Schweiz. Sogar aus Argentinien gab es eine Anfrage. Aus unserem tollpatschigen Hündchen wurde ein stattlicher Hundemann, welcher nur wenige Ortschaften von uns entfernt mit 2 anderen Hunden lebt. Bis heute gab es keinen Anfall, Patrasch bekommt immer noch keine Medikamente und wird weiterhin artgerecht und roh gefüttert. |
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